Neuer Glanz für das Max-Bruch-Denkmal

Wenn man auf dem Mühlenberg in Bergisch Gladbach vom Höhenweg in die Margaretenhöhe abbiegt, ist rechterhand ein Denkmal verortet, welches bis vor kurzem kaum noch oder nur negativ ins Auge fiel. Es war eine überwachsene und verwahrloste Platzfläche mit losen Umfassungssteinen und bemoosten Basaltblöcken, deren Betextung kaum noch zu erkennen war.

Vor dem Max-Bruch-Denkmal von links nach rechts:
Helga Monheim, stellv. Vorsitzende des Verschönerungsvereins Bergisch Gladbach e.V.
Prof. Dr. Michael Werling, stellv. Vorsitzender des Verschönerungsvereins Bergisch Gladbach e.V.
Mascha Rösler, Leiterin der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Bergisch Gladbach e.V.
Franz Josef Vierkotten, Vorsitzender des Verschönerungsvereins Bergisch Gladbach e.V.
Marcel Brenner, Leiter des städtischen Bauhofes
Foto: Albert Eßer

Dieses Denkmal wurde am 28. Juli 1935 enthüllt und erinnert an den Komponisten und Bergisch Gladbacher Ehrenbürger Max Bruch (1838-1920), der auf dem Igeler Hof in Bergisch Gladbach quasi ein- und ausging, dort unter anderem das jüngst erst wieder in der Kölner Philharmonie aufgeführte Oratorium „Odysseus“ komponierte und mit Maria Zanders eine tiefe Freundschaft pflegte. Es wurde erstellt von dem Bergisch Gladbacher Bildhauer Jean Leger nach Entwürfen von Prof. Wolfgang Wallner aus Köln.

Der Verschönerungsverein Bergisch Gladbach e.V. ist seit vielen Jahrzehnten ein treuer Unterstützer für den Denkmalschutz und hat allein in den Jahren 2025/26 neben den Restaurierungsarbeiten im Büstengarten auf dem Zanders-Gelände, dem Ehrenhain des Evangelischen Friedhofs Quirlsberg in Bergisch Gladbach oder der Restaurierung der Grabmäler auf dem historischen Friedhof an der Gnadenkirche Wesentliches für das überlieferte Stadtbild von Bergisch Gladbach geleistet. 1991 hat er in der Fußgängerzone auch das Bergisch Gladbacher Heimatdenkmal initiiert, in dem Max Bruch und Maria Zanders als Skulpturen wie im Gespräch dargestellt sind. Vor diesem Hintergrund war es für den Verschönerungsverein nur selbstverständlich, sich nun auch um das renovierungsbedürftige Max-Bruch-Denkmal zu kümmern, welches seit dem 25. August 2000 mit der Nummer 159 in die Liste der Baudenkmäler der Stadt Bergisch Gladbach eingetragen ist.

Die Sanierungsmaßnahmen erfolgten in Abstimmung und im fachlichen Austausch mit der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Bergisch Gladbach. Zuerst wurde die Anlage von dem Garten- und Landschaftsbetrieb Meister Eigen aus Herkenrath in Angriff genommen. Das Mauerwerk des Umfassungsmäuerchens, dessen Natursteine lose und beschädigt waren, musste neu vermauert und die Abdeckplatten und die verschobenen Stufenblöcke im Bereich des Zutritts zur Platzfläche vor der Gedenkstele mussten neu versetzt werden. Sämtliche Natursteinflächen wurden vom Algen- und Flechtenbewuchs befreit und zum Teil auch neu verfugt. Auch die von Wildwuchs erheblich durchsetzten Vegetationsflächen um das Denkmal herum mussten wieder „in Form gebracht“ werden.

Der zweite Schritt wurde von dem Diplom-Restaurator Thomas Sieverding aus Bergisch Gladbach-Refrath vorgenommen. Hierbei ging es um die Sanierung des eigentlichen Denkmals. Zunächst musste der biogene Bewuchs (Algen, Flechten und aufsitzende Moose) einschließlich eines illegalen Graffitis entfernt werden. Die historischen Fugenmörtel, die zum Teil hohl lagen, mussten erneuert werden. Die im oberen Basaltblock seitlich angebrachte und noch erhalten gebliebene rote Schriftausmalung konnte durch partielle Retuschen wieder vereinheitlicht und dadurch gut lesbar gemacht werden.

Der städtische Bauhof der Stadt Bergisch Gladbach unterstützte die Arbeiten und übernahm die teilweise Neuverfugung der Platzfläche. Der Verschönerungsverein Bergisch Gladbach e.V. trug die Kosten für die Restaurierung des Denkmals selbst und der Denkmalumgebung in Höhe von knapp 12.200 Euro.

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